Neues MS-Medikament von Vorteil


Krankheit deutlich verlangsamt
Neues MS-Medikament von Vorteil

Seit Februar dieses Jahres ist mit dem Antikörper Ocrelizumab ein neues Arzneimittel für Erwachsene mit Multipler Sklerose (MS) auf dem europäischen Markt zugelassen. Für die Patienten steht jetzt eine weitere Therapieoption offen.

Entzündungen haben Schlüsselrolle bei MS

Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Es bilden sich in der Isolationsschicht der Nervenzellen zunehmend Entzündungsherde, welche die Weiterleitung von Impulsen stören und zu Bewegungsschwierigkeiten und motorischen Ausfällen führen. In Deutschland sind mehr als 200.000 Menschen von MS betroffen. Die Krankheit kann entweder in abgrenzbaren Schüben verlaufen (schubförmig-remittierend), wobei sich die Beschwerden größtenteils wieder zurückbilden oder eine langsame Zunahme der neuronalen Funktionsstörungen zeigen (primär fortschreitend). Der Antikörper Ocrelizumab (Handelsname Ocrevus®) interagiert mit dem Immunsystem des Körpers und wirkt durch Hemmung spezieller Zellen (B-Lymphozyten), die für die Entstehung von Entzündungsherden verantwortlich sind.

Immuntherapie für verschiedene Patientengruppen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nahm eine Auswertung von verschiedenen Patientengruppen mit MS nach Behandlung mit der neu entwickelten Antikörpertherapie vor und kam insgesamt zu einer positiven Bewertung.

Für Erwachsene unter 40 Jahren mit schubförmig-remittierender MS sehen die Wissenschaftler einen beträchtlichen Zusatznutzen der neuen Immuntherapie. Bei Patienten über 40 Jahren gab es Hinweise für einen geringen Zusatznutzen. Für Patienten mit primär fortschreitender MS gab es bislang keine zugelassene Behandlungsmöglichkeit. Hier sehen die Untersucher Hinweise auf einen geringen Nutzen. „Der humane monoklonale Antikörper gegen B-Lymphozyten ist das erste Medikament, das überhaupt eine Wirkung bei primär progredientem Verlauf der MS zeigt“, kommentiert Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik der Universität Bochum, die Studiendaten.

Quelle: IQWiG

Wir bilden aus

Pharmazeuten im Praktikum, PTA und PKA

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

News

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten
Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten

Schuppenflechte & Akne inversa

Ein Viertel aller Deutschen hat starkes Übergewicht (Adipositas). Das erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern belastet scheinbar auch die Haut.   mehr

Jetzt Reiseimpfung planen!
Jetzt Reiseimpfung planen!

Wenn im Sommer die Ferne lockt

Reisen steht wieder hoch im Kurs, und viele wollen in exotische Gefilde. Doch vor allem in den Tropen drohen gefährliche Infektionskrankheiten. Wer im Sommer dorthin möchte, sollte sich jetzt zu den nötigen Impfungen beraten lassen.   mehr

App hilft Frauen mit Harninkontinenz
App hilft Frauen mit Harninkontinenz

Jede Vierte wieder „trocken“

Mit einer Harninkontinenz zu leben ist alles andere als angenehm, denn die Behandlung gestaltet sich oft schwierig. Doch jetzt gibt es digitale Hilfe: Ein Therapieprogramm per App besserte die Beschwerden betroffener Frauen ganz erheblich.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Bergische-Apotheke
Inhaberin Dr. Ulrike Peterseim
Telefon 02129/93 93-0
Fax 02129/93 93 30
E-Mail kontakt@bergischeapotheke-haan.de